Spruch des Tages

Eben beim Osterfeuer erlebt. Da schleichen eine Menge aufgebrezelter, kleiner Mädchen herum mit einem irgendwie unvollständig anmutenden Kleidungsstil: Um die Beine herum nichts als Strumpfhosen. Also keine (kurzen) Hosen, Röcke oder „zu breite Gürtel“. Stellt sich heraus, daß das gerade in sein muß, da von Dürren bis zu Preßwürsten alle so rumlaufen. Dazu dann elektrisiert anmutende Haare und eine halbe Douglas-Filiale im Gesicht. Beim Verlassen des Festes kommen uns dann zwei Kerle und ein Mädel entgegen. Und von ihr kam dann der Spruch des Tages:

Man, hier sind überall Bitches!

Sie lief genau so herum, wie alle anderen…

Also entweder litt sie unter einer verzerrter Wahrnehmung oder wir sind einfach zu alt für diesen Scheiß…

Abgeriegelt

Die vergangenen drei Tage Aufenthalt in Frankfurt am Main hatten etwas Befremdliches an sich. Bereits vor zwei Wochen wurden wir im Hotel gewarnt, daß in dieser Woche mit „Staatsbesuch“ und damit mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen zu rechnen sei. Wie sich bei der Anreise nun herausstellte, handelte es sich dabei um die Innenministerkonferenz.
Und diese Innenminister möchten natürlich ganz besonders geschützt werden. Das bedeutete einen zweifachen Sicherheitsring um das Hotel, in den man nur unter Vorzeigen seiner Zimmerkarte hineinkam. Die gesamte Anliegerstraße wurde gesperrt. Den äußeren Ring kontrollierte das Ordnungsamt (a.k.a. Stadtpolizei), den inneren Ring die Polizei. Es wurden nicht nur Straßensperren aufgestellt, sondern der gesamte Block so mit Sperrgittern versehen, daß man sich nur über wenige Schleusen entlang des Straßenverlaufs bewegen konnte.
Was das für den Verkehr bedeutete, dürfte allen klar sein, die schonmal in Frankfurt in den Genuß des Feierabendverkehrs kommen durften…
Als Krönung des ganzen fand an einem der Tage parallel eine Demonstration in der Innenstadt statt, die natürlich auch gesichert werden mußte. Ergo, die halbe Stadt war an dem Tag gesperrt. An jeder Kreuzung sah man Blaulicht und Uniformierte. Kurzum: Nix ging mehr…

Für mich erschreckend waren vor allem die Befugnisse der Stadtpolizei. Wie kann man ein Ordnungsamt und deren dafür nicht ausgebildete Mitarbeiter mit polizeilichen Befugnissen austatten?

Wir rufen mal an

Mit diesen Worten mußte uns der Pilot des gestrigen Fluges beruhigen, als nach der Landung in Tegel niemand da war, um die Brücke an den Flieger zu fahren. Der Grund: Wegen des Wetters wurden alle Vorfeldaktivitäten eingestellt. Oder wie die männliche Stewardess es zwischendurch ausdrückte: „The weather situation is severe.“
Also haben wir 25 Minuten rumgestanden und darauf gewartet, daß wir und unser Gepäck den Flieger verlassen durften. Ich fand das aber auch gut so, denn immerhin hat es ordentlich gepustet und geschüttet. Der Pilot mußte schon den ersten Anflug mit einem Durchstartmanöver abbrechen und uns aus anderer Richtung runterbringen. Während der Wartezeit konnte man auch gut beobachten, wie stark der Wind den Regen über den Flughafen und die Flugzeuge peitschte. Selbst im Stehen schwankte unser Flieger, als befänden wir uns irgendwo auf dem Wasser.

Shazam extrem

Shazam hat es soeben geschafft, ein Stück Musik zu identifizieren, welches aus einer Kneipe ca. 800 Meter Luftlinie von meinem Standort entfernt hinüberwehte… Zu hören war dabei nicht mehr als Uzz-uzz und ein wenig Melodie.

Manchmal ist dieser ganze neue Technologiekram erschreckend, selbst für Nerds wie mich… 🙂

Wo man besser nicht übernachtet

Letzte Woche hatten ein Kollege und ich die Ehre, wegen einer Messe in Frankfurt am Main und der damit einhergehenden Überfüllung der Hotels, in einem Hotel außerhalb einkehren zu dürfen. Die Wahl fiel auf den Rheinischen Hof in Bad Soden am Taunus.

Es war eine schlechte Wahl…

Das Hotel hat ganz und garnicht dem entsprochen, was die Bilder suggeriert haben. Die Zimmer waren völlig zerwohnt und in einem haarsträubend schlechten Zustand. Die Grundausstattung scheint aus den siebziger Jahren zu stammen und nur selten modernisiert worden zu sein. So wölbt sich u.a. die Tapete von der Wand. In meinem Bad wurde vor ewigen Zeiten mal ein Duschvorhang durch eine stabile Tür ersetzt, allerdings hat irgendwer vergessen, die Spuren zu beseitigen. Auch andere Veränderungen haben dort ihre Spuren hinterlassen.

Mit der Sauberkeit war es in dem Hotel auch nicht weit her. Schon beim ersten Betreten des Zimmers überkam einen das Gefühl, daß dort nur sehr selten Gäste unterkommen. So fanden sich in den Gardinen Spinnweben. Mein Kollege berichtete sogar von einem staubigen Teppich in seinem Zimmer. Die Zimmer werden also offenbar nicht (oder nicht vernünftig) geputzt. Das konnte man auch sehr gut am Zustand der Fugen im Bad erkennen. Zudem lächelte mich während des gesamten Aufenthalts ein Haar in der Dusche an. Das war bereits da, als ich angereist bin und war auch noch da, als ich vier Tage später wieder abgereist bin. Mein Kollege hatte es mit einem verstopften Abfluß zu tun, der seinen Inhalt dann irgendwann preisgab.

Sehr vertrauenerweckend war übrigens auch der Zustand der Kammer mit dem Putzzeug der Angestellten. Da fehlen einem die Worte…

Zu guter Letzt die allergrößte Frechheit: Natürlich galt während der ganzen Zeit eine Messerate, die den Zimmerpreis verdoppelt hat. So hat eine Nacht in dieser Absteige unglaubliche 160 Euro gekostet…

Krank? Drauf geschissen!

Neulich in einer Arztpraxis angerufen:
Ich: Ich würde gern mal vorbeikommen.
Trulla: Sind sie Patient bei uns?
Ich: Nein.
Trulla: Wir nehmen keine neuen Patienten auf. Wenden Sie sich an jemand anderes. Tschüß.
*tuuuut*

Wenn man also gerade im Sterben liegt, sollte man besser gleich zum Arzt gehen und nicht erst versuchen, freundlich dort nachzufragen, ob man denn überhaupt vorbeikommen darf.

Spaß mit der Bahn VII

Soeben folgende Ansage am Gleis in Hannover gehört, während ich auf den ICE nach Berlin warte: „Der ICE 953 nach Berlin Ostbahnhof hat 25 Minuten Verspätung. Der ICE 953 nach Berlin Ostbahnhof hat 10 Minuten Verspätung. Der ICE 953 nach Berlin Ostbahnhof hat 5 Minuten Verspätung.“
Preisfrage: Welcher Zug hat welche Verspätung?