Wo man besser nicht übernachtet

Letzte Woche hatten ein Kollege und ich die Ehre, wegen einer Messe in Frankfurt am Main und der damit einhergehenden Überfüllung der Hotels, in einem Hotel außerhalb einkehren zu dürfen. Die Wahl fiel auf den Rheinischen Hof in Bad Soden am Taunus.

Es war eine schlechte Wahl…

Das Hotel hat ganz und garnicht dem entsprochen, was die Bilder suggeriert haben. Die Zimmer waren völlig zerwohnt und in einem haarsträubend schlechten Zustand. Die Grundausstattung scheint aus den siebziger Jahren zu stammen und nur selten modernisiert worden zu sein. So wölbt sich u.a. die Tapete von der Wand. In meinem Bad wurde vor ewigen Zeiten mal ein Duschvorhang durch eine stabile Tür ersetzt, allerdings hat irgendwer vergessen, die Spuren zu beseitigen. Auch andere Veränderungen haben dort ihre Spuren hinterlassen.

Mit der Sauberkeit war es in dem Hotel auch nicht weit her. Schon beim ersten Betreten des Zimmers überkam einen das Gefühl, daß dort nur sehr selten Gäste unterkommen. So fanden sich in den Gardinen Spinnweben. Mein Kollege berichtete sogar von einem staubigen Teppich in seinem Zimmer. Die Zimmer werden also offenbar nicht (oder nicht vernünftig) geputzt. Das konnte man auch sehr gut am Zustand der Fugen im Bad erkennen. Zudem lächelte mich während des gesamten Aufenthalts ein Haar in der Dusche an. Das war bereits da, als ich angereist bin und war auch noch da, als ich vier Tage später wieder abgereist bin. Mein Kollege hatte es mit einem verstopften Abfluß zu tun, der seinen Inhalt dann irgendwann preisgab.

Sehr vertrauenerweckend war übrigens auch der Zustand der Kammer mit dem Putzzeug der Angestellten. Da fehlen einem die Worte…

Zu guter Letzt die allergrößte Frechheit: Natürlich galt während der ganzen Zeit eine Messerate, die den Zimmerpreis verdoppelt hat. So hat eine Nacht in dieser Absteige unglaubliche 160 Euro gekostet…

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