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Heute morgen begann mein Tag mit strahlendem Sonnenschein und Blick auf den Main nach dem Öffnen der Gardinen. Auf der Straße sind mir sogleich eine Reihe Feuerwehr-Fahrzeuge aufgefallen. ‘Was wollen die denn hier? Egal, erstmal duschen…’. Also kurz aufs Klo, ab unter die Dusche und dann Wasser marsch.
*tröpfel*
‘Äh, was zum Geier???’
Egal, ob kalt oder warm, es kamen nur Tropfen aus der Armatur. Am Waschbecken die gleiche Situation. Kurz überlegt… ‘Zweites Bad!’ Dort war noch ein klein wenig Druck, aber nur kaltes Wasser. Also mal den Concierge angerufen:

Ich: “In meinem Zimmer gibt es kein Wasser…”
Concierge: “Ja wir haben einen Wasserrohrbruch in der 20. Etage.”
Ich: “Schonwieder???”**
Concierge: “Ja.” *bricht in Gelächter aus* “Nicht lustig…”

Die gute Nachricht: Ich habe als Ambassador diese Woche eine Panorama-Suite, die im wesentlichen aus zwei beinahe identischen Zimmern besteht (abgesehen von Bett und Sofa). Also zwei Schreibtische, Fernseher, Sessel und: Bäder(!). Und da ich im zweiten Bad das Klo nicht benutzt hatte, befand sich noch soviel Wasser in der Leitung, daß es für eine schnelle Notfall-Dusche gereicht hat. Glück gehabt…

An der Rezeption habe ich später mal gefragt, was denn da los sei und wann man denn wohl mal wieder mit Wasser rechnen kann. Einige der Angestellten nahmen die Situation zum Glück mit Humor:

Angestellte: Naja, wir haben überlegt, ob wir da oben einen Swimmingpool einrichten sollten. *zwinker*
Ich: Ah gut, dann gehe ich vielleicht nachher dort baden…

** Bereits in der vergangenen Woche gab es im 20. Stock einen Wasserrohrbruch, woraufhin die obersten Etagen gesperrt wurden. Offensichtlich wurde da bei der Reparatur so gut gepfuscht, daß die Leitung an der gleichen Stelle nochmal geplatzt ist.

Epic Fail, wie es neuerdings so schön heißt…

“Schräg” trifft es nicht ganz:

… Mitzi Blue! Heute auf meinem Hotelzimmer gefunden: Zwei Tafeln Schokolade. *mjam*

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Nachdem ich nun wieder regelmäßig nach Frankfurt fahren darf, stellte sich mir bereits am Anfang der Woche die Frage, wie lange es wohl dauern würde, bis es wieder etwas Spannendes von der Bahn zu berichten gibt. Nun ja, nicht mal eine Woche hat es gedauert…

Und so begab es sich, daß ich mich am Freitag ins wohlverdiente Wochenende verabschieden wollte. Bereits beim Einstieg in den ICE mußte ich mich durch Menschen und Koffer schlagen, denn der Zug war rappelvoll. Es gab dann direkt eine erste Ansage für Deppen: Man möge doch bitte Sitzplätze für Fahrgäste zur Verfügung stellen und nicht sein eigenes Gepäck darauf deponieren.
Noch vor der Abfahrt gab es dann die nächste Durchsage, daß der ICE auf dem Nachbargleis umgeleitet werden müsse und wir nun weitere Passagiere Richtung Flughafen aufnehmen müßten und es dadurch “noch kuscheliger” (sic!) werde. Unnötig zu erwähnen, daß sich dadurch unsere Abfahrt verzögerte. Aber nicht genug, es folgte die Ansage, daß auch wir umgeleitet werden müßten, da am Flughafen-Bahnhof ein Brandmelder angeschlagen hätte. Neuer Unterwegsbahnhof sollte der Flughafen-Regionalbahnhof sein. Mit fünf Minuten Verspätung fuhr der Zug dann auch endlich los. In den folgenden Minuten gab es ein ständiges Ansagen-Hin-und-Her, wo wir denn nun anhalten: Flughafen Regio-Bahnhof oder Fernbahnhof. Offensichtlich schafft es die Bahn nichtmal, zu überprüfen, ob ein Brandmelder richtig oder falsch angeschlagen hat. Liebe Freunde, innerhalb von 15 Minuten kann eine Menge abbrennen! Außerdem sollte ein Brand wohl erkennbar sein…
Irgendwann hat sich der Zug dann dazu entschieden, den Regio-Bahnhof anzufahren. Dort gab es dann direkt die Ansage für Deppen Numero Zwei: Mit mehrfacher Betonung des Wortes “nicht” wurde den Leuten klargemacht, daß wir nicht an den Unterwegsbahnhöfen bis Köln anhalten.
Nachdem der Zug eine Weile auf der Rennstrecke unterwegs war, meldete sich zunächst der Pilot und Augenblicke später wieder der Zugchef: “Ein Unglück kommt selten allein.” Ein ICE vor uns mußte wegen eines technischen Defekts halten und inspiziert werden. Die Bahn hat daraufhin die Strecke gesperrt. Glücklicherweise dauerte das nicht allzu lange, und mit nur 25 Minuten Verspätung konnten wir unsere Fahrt fortsetzen…

Frankfurt hat mich wieder, neues Projekt bei neuem Kunden. Für ein erstes Kennenlernen wurde das gesamte Team vom Projektleiter auf Kundenseite zu einer Führung durch das Senckenbergmuseum eingeladen. Durch das Museum hat er sogar selbst geführt, da er eigentlich studierter Biologe mit dem Spezialgebiet Paläontologie ist und vor dem Wechsel zur Bank auch im Senckenbergmuseum gearbeitet hat. Die Führung konzentrierte sich im wesentlichen auf drei längere “Vorträge”. So erzählte er uns einiges über Säbelzahnkatzen und darüber, wie Paläontologen eigentlich arbeiten. Auch ein Ausflug in die Zivilisationsgeschichte durfte nicht fehlen, und so wurde die Frage geklärt, worin möglicherweise der Ursprung des einäugigen Riesen Polyphem aus Homers Odyssee liegt: Die Griechen haben vermutlich Fossilien von Zwergelefanten gefunden und ein auffälliges Loch im Schädel als Auge identifiziert. Nebenbei wurde auch erklärt, warum es zu Zwergenwuchs auf abgelegenen Inseln kommen kann. Zuletzt gab es noch einen Vortrag über die Grube Messel, einen ehemaligen Tagebau bei Darmstadt, der aus einem Vulkansee entstanden ist.

Für mich war der Abend absolut spannend, die gesamte Führung hat mir sehr gut gefallen und vielleicht finde ich die Zeit, mir auch den Rest des Museums mal anzusehen.

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