Ich nutze mal die Gelegenheit, ein paar Gedanken zum Thema Wirtschaft im allgemeinen und Nokia im speziellen niederzuschreiben…
Grundsätzlich stimme ich ja Marcus zu, was Nokia da abgezogen hat, ist echt eine üble Nummer. Allerdings hat die Medaille wie immer zwei Seiten. Das ganze erinnert mich an das was mit Siemens/BenQ passiert ist. Auch dort hat niemand die ganze Wahrheit erfahren, denn im wesentlichen hat Siemens die Verantwortung dafür, daß der Laden pleite gegangen ist. Sieht aber blöd aus, wenn so ein deutschen Traditionsunternehmen in schlechtem Licht steht…
Aber zurück zu Nokia. Natürlich ist der Laden in erster Linie ein Wirtschaftsunternehmen und damit zum einen der Wirtschaftlichkeit und zum anderen seinen Geldgebern verpflichtet. Wenn die Produktions- und Lohnkosten in einem anderen Land niedriger sind, dann zieht man eben dorthin. Den Rest erledigt die werte Käuferschaft. Der Tagesspiegel hat das vor einigen Tag sehr schön karikiert: Zu sehen zwei Nokia-Telefone, eines “Made in Germany” für 99 Euro, eines “Made in Romania” für 49 Euro; im Hintergrund ein Käufer, der ruft “Ich nehme natürlich das teure.” Und nun die Frage: Welches würdest Du nehmen? ![]()
Bizarr ist in dem Zusammenhang jedoch die Diskussion über Fördermittel und deren angeblichen(?) Mißbrauch… Als das die Unternehmen in den neuen Bundesländern abgezogen haben (hin, abgreifen, dichtmachen) hat sich absolut niemand darüber beschwert. Aber wehe, es kommt jemand in den alten Ländern auf die Idee, das im großen Stil zu machen: Zeter und Mordio!