Bereits seit längerem sind sogenannte Cloud-Dienste in aller Munde: Diese bieten diverse Dienstleistungen im oder über ein Netzwerk an. Dabei kann es sich um Laufzeitumgebungen handeln, aber auch um Rechenkapazität oder simplen Speicher. Ein Anwender muß also die notwendige Infrastruktur nicht mehr selbst zur Verfügung stellen, sondern kann derartige Dienste kostenlos oder gegen Einwurf entsprechender Münzen benutzen. Als Beispiele für Cloud-Speicher seien Amazon S3, DropBox, Microsoft SkyDrive, Apple iCloud oder Ubuntu One genannt. Diese Dienste locken denn auch teilweise mit Features wie Synchronisation und Sharing.
Was mich an solchen Diensten jedoch stört: Man gibt die Herrschaft über seine persönlichen Daten auf: Sie werden auf einem zentralen Server – schlimmstenfall irgendwo in den U.S. of A. – gespeichert und von dort auf die persönlich konfigurierten Geräte übertragen. DropBox geht sogar soweit, daß Daten nicht zwingend für jeden Benutzer im Original vorliegen, stattdessen werden Hashwerte gebildet und bei Übereinstimmung wird die entsprechende Datei als eine Art Link verfügbar gemacht. Zudem versprechen die Anbieter zwar eine Verschlüsselung der Daten, aber gerade in den USA gilt, daß ein Anbieter den Behörden Zugriff auf seine Daten geben muß. Also muß er in der Lage sein, per Master-Key o.ä. alle Daten entschlüsseln zu können. Zumindest Apple ist diesbezüglich vor Kurzem in die Schlagzeilen geraten.
Für mich war der Datenschutz das K.O.-Kriterium für Cloud-Dienste. Bis vor kurzem…
… Da stolperte ich bei heise über einen Artikel über ownCloud, einer freien Cloud-Speicher-Lösung, die man auf einem eigenen Server installieren kann.
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