Bad Soden, 03:56: Ich werde unsanft aus meinem gefühlt gerade erst begonnenen Hotelschlaf gerissen: “Achtung, Achtung… Dies ist ein Räumungsalarm. Bitte verlassen sie sofort das Gebäude…”
Kurze Zeit später stehe ich zusammen mit einer Menge anderer ratloser Leute vor dem Hotel. Nichts raucht, nichts züngelt…
04:18: Ein Angestellter teilt mit, daß es sich um einen Fehlalarm handelt. “Die Feuerwehr ist dann gleich da und schaltet das Geräusch ab. Ich kann das leider nicht tun.” Die Leute fragen sich mittlerweile, wer denn da geraucht hat…
04:28: Das fiese Alarmgeräusch hält viele Leute weiterhin draußen. Von der Feuerwehr noch immer keine Spur…
04:39: Der Alarm wird endlich abgestellt und ich kann wieder schlafen gehen…

Bietet eine Webanwendung die Eingabe langer Texte an, so sollte dem Benutzer auch die Möglichkeit gegeben werden, solche Texte zu strukturieren oder zu formatieren. Dazu kann man natürlich HTML als Eingabe zulassen. Dies hat jedoch zweierlei Implikationen: Zum einen muß der Anwender HTML können, zum anderen öffnet man durch das Zulassen der Eingabe von HTML-Code auch ein Einfallstor für Angriffe. Es gibt jedoch eine Alternative: Wikitext. Hierbei handelt es sich um eine leicht zu erlernende Auszeichnungssprache, die in verschiedenen “Dialekten” vorliegt. Ich möchte mit diesem Eintrag auf die Darstellung derart formatierter Texte in einer Tapestry5-Anwendung eingehen. weiter lesen

Normalerweise mache ich mich ja nicht über Kommentare lustig, entweder werden diese akzeptiert und kommentiert oder wandern als Spam in die Mülltonne.
Vor einigen Tagen jedoch tauchte hier unter zwei unterschiedlichen Artikeln je ein Kommentar von ein und der selben Person auf, die es wert sind, über sie selbst herzuziehen. Da wäre zunächst ein Kommentar zum Thema UMTS unter MacOS X:

Hallo loitte was wolt ir mid dieser scheise ,wer Geht Hoit zu Tahge mit nem stik ins indernet…Ir redet von UNTS Hallo getz noch!!!!

Nachdem das Augenrollern und die Kopfschmerzen weg sind, kann ich dem Kommentator nur empfehlen, mal ein wenig am verstehenden Lesen zu arbeiten. Mitnichten geht es in dem Artikel um UNTS, sondern vielmehr um UMTS. Desweiteren bin ich mir sicher, daß eine Menge Leute unterwegs online geht, und das ohne ein lästiges Kabel von der DSL-Dose zuhause hinter sich herzuziehen. Was gäbe das wohl für ein Chaos??

Kommentar Nummer zwei dann zum Thema rückwärtsgerichtete Kindersitze:

OO JO was für nen Kindersitz was labert ir,ich glaube ir wist mit oirer zeit nichtz anzuvangen Oder..

Laber Rhabarber, ich habe meine Zeit früher für den Schulbesuch und das Lernen genutzt und kann das Wissen nun beim Geldverdienen einsetzen… Und ein Kindersitz ist durchaus eine feine Sache für kleine Prinzessinnen…

Unnötig zu erwähnen, daß die Kommentare unter den jeweiligen Artikeln entfernt wurden, an dieser Stelle jedoch ausreichend gewürdigt und für die Nachwelt aufgehoben sind… *kopfschüttel*

(von einem Kollegen erhalten)

Passend zur fünften Jahreszeit hier mal ein Schmankerl aus vergangenen Zeiten:

Soeben im Flieger kurz vor dem Start darum gebeten worden, meinen E-Book-Reader auszuschalten…
Könnte bitte jemand der Stewardess erklären, wie so ein E-Book-Reader funktioniert?

Seit einiger Zeit diskutieren die Leute* über das Thema Political Correctness in Kinderbüchern. So hat z.B. unsere Familienministerin Schröder zum Besten gegeben, sie würde beim Vorlesen in ihren Augen unpassende Passagen on the fly politisch korrigieren.

Die Zeit hat hierzu in ihrer Ausgabe 4/2013 ein sehr lesenswerten Artikel mit einem – fiktiven – Beispiel aus Jim Knopf gebracht:

Schauen wir uns die Szene an. Auf der Insel Lummerland, die unter der Regentschaft von König Alfons dem Viertel-vor-Zwölften von Frau Waas, Herrn Ärmel und Lukas dem Lokomotivführer bewohnt wird, kommt eines Tages ein Paket an. Man öffnet es:

“‘Ein Baby!’, riefen alle überrascht, ‘ein schwarzes Baby!’ – ‘Das dürfte vermutlich ein kleiner Neger sein’, bemerkte Herr Ärmel und machte ein sehr gescheites Gesicht.”

Frau Schröder würde übersetzen: “‘Ein Baby!’, riefen alle überrascht, ‘ein schwarzes Baby!’ – ‘Das dürfte vermutlich ein Baby mit schwarzer Hautfarbe sein’, bemerkte Herr Ärmel und machte ein sehr gescheites Gesicht.”

Ich für meinen Teil sehen es als Vergehen an der Literatur an, diese auf gut Dünken zu verändern, nur weil einem ggf. antiquierte Wörter bzw. Redewendungen nicht gefallen oder Begriffe heutzutage vielleicht mit negativer Bedeutung unterlegt sind. Vielmehr sollten in solchen Fällen die Eltern oder Pädagogen eingreifen und solche Stellen zur Diskussion stellen. Damit ist den Kindern vermutlich mehr geholfen, als die Dinge einfach unter den Tisch zu kehren.

Ich neige jedenfalls dazu, mich in nächster Zeit auf die Suche nach Originalen der wichtigsten Kinderbücher zu machen, damit meine Kleine auch in Zukunft unzensierte Kinderbücher lesen darf.

P.S.: Diese sogenannten Political Correctness nervt sowieso…

* die Leutinnen und Leute

Heute gehe ich mal der Frage nach, wie Schüler Geld eintreiben und dabei sogar Wert auf gepflegte Umgangsformen legen.
Es begab sich also, daß drei Mädels im Alter von etwa 15 Jahren in der Straßenbahn darüber redeten, daß eine von ihnen noch Geld von einer Freundin bekommt. Eine Begleiterin bot sogleich an, die besagte Person anzurufen. Es brauchte einige Versuche, bis am anderen Ende jemand abhob und zum Reden bereit war.

“Isch bin die Freundin von L.*, wer bist Du?”
“…”
“Isch möschte vernümftisch mit Dir reden.”
“…”
“Boah Du Schlampe, isch f**k Deine Mutter!”

In weiteren Gesprächsversuchen wurde dann noch mit der Polizei (a.k.a. Bullen) gedroht.

* Name geändert

Also wenn das heutzutage vernünftige Umgangsformen sind, dann gute Nacht Deutschland…

Zudem fragt man sich, wo solche Hühner teure Smartphones herkriegen, um damit andere Leute zu nerven…

*kopfschüttel*

… wird an der Ostsee-Küste von skandinavischen Telkos zur Verfügung gestellt:

Netz

Kaum ist man nämlich über die Düne, ist man ganz plötzlich ohne rosa Netz!

Heute mal ein wenig Telekom-Bashing…

Da erreichte mich gestern ein Brief vom rosa Riesen, in dem ein neues Produkt namens “Call & Surf Comfort via Funk” angeworben wird. Ich solle doch direkt umsteigen um für nur 40 Euro pro Monat mit DSL-Geschwindigkeit (bis zu 7,2 MBit) surfen zu können.

Na klar, und schon führe ich ein “Upgrade” von derzeit 16 MBit auf 7,2 MBit durch und werfe der Telekom dafür monatlich auch noch mehr Geld als bisher in den Rachen…

m(